Im Blog „Fruchtmark“ erscheinen Beiträge zu Strategie und Praxis des Digital Business – unregelmäßig, pointiert und gern „gegen den Strich“.

15. August 2010

Google, Apple, Facebook - Der Kampf der Internetgiganten

Unter diesem Titel ist heute der folgende Beitrag von mir auf Carta.info erschienen:

Dominanz, Datenschutz, Zensur und Marktbeherrschung: Die Giganten der Internetwirtschaft ähneln sich strukturell und sollten auch in der Politik strukturell und damit losgelöst von einzelnen Aktivitäten betrachtet werden. Ein Vortrag zur Versachlichung der Diskussion.

In der Öffentlichkeit entsteht mitunter der Eindruck, zwischen Google, Apple und Facebook finde ein Kampf statt. Ich bin dieser These in einem Vortrag nachgegangen und habe die unterschiedlichen Strategien der beteiligten Unternehmen zusammengestellt.

Seit langem verfolge ich die öffentliche Berichterstattung und möchte mit dieser Präsentation einen weiteren Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten. Das gilt auch für kritische Punkte; sie sind bei allen Unternehmen strukturell gleich und sollten auch in der Politik strukturell und damit losgelöst von einzelnen Aktivitäten betrachtet werden.

In meinem Vortrag komme ich zu dem Schluss, dass Apple aufgrund seiner Strategie einen Sonderfall darstellt, den man am besten als Qualitätsführerschaft in einem Nischensegment beschreiben kann. Das wird von mehreren Elementen bestimmt, namentlich von einer vertikalen Integration zwischen Hardware- und Software-Ebenen mit gewissen Lock-In-Mechanismen. Diese Sonderstellung Apples ergibt sich auch aus der Umsatzstruktur, die von Hardware im Bundle mit Software geprägt ist, und der Gewinnsituation, die sich auch aus überdurchschnittlichen Hardware-Margen bei gleichzeitigem Innovationstempo mit neuen Produkten erklären lässt.

Google und Facebook sind untereinander direkte Wettbewerber, da sie werbefinanzierte Geschäftsmodelle haben, die rein software- bzw. dienste-basiert sind. Während Google einen weit besseren Umsatz je Kunde erzielt, steht Facebook in puncto Kundenbindung besser da. Googles Kerngeschäft ist durch einige Effekte und den Verteilungskampf um Werbeerlöse mit Facebook mittelfristig in Gefahr, während Facebooks Innovationstempo viele Potentiale zeigt, die Plattform weiter auszubauen. Ich komme zum Ergebnis, dass Google sich in vielen Geschäftsfeldern in einem „Mehrfrontenkrieg“ befindet – vor allem mit Facebook.



Um einen Überblick zu geben, führe ich außerdem eine Vielzahl der aktuellen Diskussions- bzw. Kritikpunkte mit dem Anspruch auf Vollständigkeit auf. Sie sind bei allen drei Unternehmen gleichartig: Auch bei Facebook wird die Dominanz-Diskussion geführt (Sondertarife mit Telkos bei 0.facebook.com) und die Datenschutz-Diskussion um WLAN-Erfassung gibt es auch bei Apple. Auf eine Wertung verzichte ich jedoch weitgehend.

Abschließend zeige ich mögliche weitere Entwicklungen auf und komme zu dem Ergebnis, dass einerseits mittelfristig seriöse Prognosen über die Zukunft der derzeit großen Player kaum möglich sind, da der Internetmarkt weiterhin sehr dynamisch ist und stark wächst. Andererseits gibt es keinen Grund, von einem wirtschaftlichen Niedergang Googles zu sprechen, nur weil es von Facebook und Apple in verschiedenen Geschäftsfeldern angegriffen wird.


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Wenn Sie diesen Beitrag kommentieren möchten, so tun Sie es bitte bei carta.info, damit die Diskussion an einer einzigen Stelle im Web stattfindet. Danke!

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2. August 2010

Vergißt das Internet wirklich nichts?

Unter der Überschrift “Alles ist überall: Vergißt das Internet wirklich nichts?” ist heute mein Artikel auf carta erschienen.

Er war eigentlich nur eine kleine Fingerübung in meinem Posterous, aber da er da so viel Interesse hervorgerufen hat, erscheint er nun auf Carta.

Es würde mich freuen, wenn Sie dort kommentieren würden.

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14. Juni 2010

Leistungsschutzrecht - ein Fremdkörper in der Marktwirtschaft

Es ist gut nachvollziehbar, dass man sich hier und da über den Schutz von Verlagen angesichts der Schwierigkeiten, im Internet für ihre Leistung Umsatz zu erzielen, Gedanken macht. Ich kann und will mich an den filigranen Diskussionen unter Medienfachleuten nicht beteiligen. Mein Blickwinkel ist strategisch und wirtschaftlich, und vielleicht kann ich etwas zum Ganzen beitragen.

Die Unterstützung von Verlagen durch einen gesetzgeberischen Eingriff in den Markt setzt voraus, daß erstens das Problem überhaupt dauerhaft besteht. Doch der Misserfolg von Paid Content ist meines Erachtens angesichts der Fortschritte z.B. beim Micropayment und der unausgeschöpften Chancen von neuen Formaten, Services und exklusiven Inhalten keineswegs gewiss.

Zweite Bedingung für einen gesetzgeberischen Eingriff ist, dass die Begründung des VDZ, „daß sich die Presseunternehmen gegen eine unentgeltliche Ausnutzung ihrer Angebote im Internet zur Wehr setzen müssten“, überhaupt materiell richtig ist. An „unentgeltlicher Ausnutzung“ bestehen Zweifel, denn das Ergebnis der Verlagsleistungen, der Inhalt eines Artikels, kann ohnehin vollständig nur auf einem Verlagsangebot konsumiert werden – die Leistung ist eben nicht in Gänze auf einer Suchmaschine konsumierbar. Für Headline und Teaser stellt sich zudem die Frage, ob diese überhaupt schutzwürdig sind. Auch die Argumentation mit dem unbestreitbaren Faktum, daß sich viele Leser im Internet mit Artikel-Headline, -Bild und -Teaser auf der Suchmaschine begnügen, für sich allein reicht nicht, denn dieser Fakt kann auch ein Indiz dafür sein, dass der Langtext nicht nachfragekonform ist, weil für jeden Text ein Überangebot von hunderten gleichartiger Texte vorliegt. Selbstverständlich sinkt  die Klickrate auf Links, je mehr gleichartige Texte es gibt. Das klingt hart und ist es auch, nämlich rational marktwirtschaftlich betrachtet: Es gibt keine Nachfrage für den hundersten Aufguss einer Agenturmeldung.

Soweit mit der Sorge argumentiert wird (die ich teile), dass Qualitätsjournalismus als Institution gefährdet ist, muss jedoch für einen gesetzgeberischen Eingriff der Beweis erbracht werden, daß  nur auf diese Weise journalistische Qualität erreicht und erhalten werden kann, um den freien Meinungsbildungsprozess in der Demokratie zu sichern. Doch dieses kann man bestreiten, schließlich könnten sich Inhalteersteller am Ende des Disruptionsprozesses langfristig in anderen rechtlichen und organisatorischen Konstellationen wiederfinden und auf andere Art dasselbe Ergebnis erzielen. Wer also mit der Gefährdung von Qualitätsjournalismus argumentiert, sollte dies mit Fakten für das zu kurierende Symptom unterlegen; ein Umsatzeinbruch allein zeigt hingegen nur, dass die gegenwärtige Geschäftsmodelle oder schlicht deren Umsetzung mangelhaft und nicht marktkonform sind.

Wenn man all die obigen Argumentationsprobleme beiseite läßt, ist die Lösung jedenfalls nicht ein Leistungsschutzrecht. Und zwar deswegen, weil es im kapitalistischen Wirtschaftssystem ein ganz normaler Vorgang ist, dass ein Unternehmen eine Wertschöpfung erzielt. Wir sehen hier das interne Unternehmenssystem nach Porter:

Internes Unternehmenssystem, Wertkette nach Porter

In einer abstrakten Lieferkette sieht es so aus, dass dem wertschöpfenden Unternehmen Lieferanten vorgeschaltet sind, auch ein Klassiker-Diagramm in der Unternehmensstrategie:

Lieferkette (Wikipedia)

Wendet man dieses Strategie-Basismodell auf Zeitungsverlage konkret an, so sieht die  Wertschöpfungskette bei Zeitungsverlagen in etwa so aus:

Wertschöpfungskette Zeitungsverlage

Was also will das Leistungsschutzrecht schützen? Das Erreichen einer Wertschöpfung ist notwendige Bedingung für den dauerhaften Erhalt eines Unternehmens in einer Marktwirtschaft. Was immer auch Verlage mit Leistungen von Autoren tun (Qualitätssicherung, Lektorat, publizistische Bündelung etc.), es ist das Wesen ihres Kerngeschäftes. Außerhalb der Medienbranche genießt kein Unternehmen rechtlichen (!) Schutz zum Erhalt seines Geschäftes. Insbesondere dann nicht, wenn es seine Position nicht gegen Angreifer verteidigt, die in seine Domäne eindringen, sondern stattdessen freiwillig die Voraussetzungen dafür schafft.

So ist beispielsweise unter Retailern die Situation nicht anders als bei Publishern. Suchmaschinen und Aggregatoren übernehmen den Abschnitt der Produktinformation im Kaufprozess, und zwar – siehe Google Squares – mit Hilfe semantischer Technologie weit mehr als bisher sichtbar, so können Produkte beziehungsweise Produktattribute verglichen, sortiert, gefiltert und mit Inhalten verknüpft werden. Dies bedeutet seit 15 Jahren eine Veränderung der Retailbranche und ist vor allem für Vollsortimenter ein Problem, die wie publizistische General-Interest-Angebote “entbündelt” werden und durch Preissuchmaschinen unter Druck geraten. Kein Verband und keine einzige Führungskraft aus dem Retail-Markt ruft hier nach dem Gesetzgeber.

Wer Verlagen beistehen will, muss dies in einer marktwirtschaftlichen Ordnung auf andere Weise tun. Es gibt viele andere Möglichkeiten (Steuern, Kulturabgaben, Subventionen, USt-Befreiung etc.), wenn man denn das Problem überhaupt so wie eingangs sieht und bewertet. Ein  Leistungsschutzrecht aber ist systemwidrig.

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1. Juni 2010

Produktionsprozesse im Online-Business

Der folgende Blogeintrag erscheint am 7. Juni 2010 in modifizierter Fassung beim Branchendienst ibusiness.

Heute geht es einmal nicht um „Heavy Strategy“, sondern um eine scheinbar ganz einfache Frage: Wie sehen Prozesse für Online-Projekte aus? Diese Frage hat mich in zwei Projekten zur Organisationsentwicklung von Online-Einheiten beschäftigt und ich schreibe hier darüber, weil auch eine Google-Suche dazu anscheinend nichts Brauchbares liefert. Mehr noch, auch die gute handvoll namhafter Agenturen, die ich schätze und folglich gefragt habe, haben sich wohl damit noch nicht intensiv beschäftigt.

Prozesse sind für alle Unternehmen wichtig, die komplexe Online-Produkte entwickeln, also auch IT-Dienstleister und größere Inhouse-Einheiten im Onlinegeschäft. Besonders wichtig sind die Schlüsselprozesse der Produktion (neudeutsch „Delivery“, altdeutsch „Leistungserstellung“) und der Akquisition, mehr noch als die sogenannte Hilfsprozesse wie „Rechnung schreiben“. Denklogisch gehen sie sogar der überall vorzufindenden Aufbauorganisation voraus, denn diese müsste eigentlich aus den Aufgaben und Rollen der Beteiligten im Prozess entwickelt werden. Nach Peter Drucker müssen folgende drei Fragen für die Aufbauorganisation beantwortet werden: Wie müssen wir uns organisieren, damit das, wofür der Kunde bezahlt, im Zentrum der Prozesse steht und von dort nicht wieder verschwinden kann? Wie müssen wir uns organisieren, damit das, wofür wir unsere Mitarbeiter bezahlen, von diesen Prozessen auch wirklich getan werden kann? Wie müssen wir uns organisieren, damit das, wofür Führungskräfte in den Prozessen bezahlt werden, auch wirklich getan werden kann? Kurz: Die Aufbauorganisation richtet sich nach den Abläufen, nicht umgekehrt.

Der Produktionsprozess ist der zentrale Prozess bei Online-Dienstleistern, weil er aus Ressourcen einen Wert schöpft und am Ende das liefern soll, was der Kunde bestellt hat und bezahlen soll. Und diese Prozess-Sicht ist die entscheidende für die Frage: Wie wird maximale Qualität dauerhaft geliefert – und das in bestmöglicher Zeit und mit geringsten Kosten? Systematisch geht man dabei in drei Schritten vor:


  • Schritt 1: Den Anfang leistet ein Modell mit Prozess-Schritten (Aktivitäten, Entscheidungen und Ergebnisse), die den Rollen der am Projekt beteiligten Personen klar zugeordnet sind.

  • Schritt 2: Erfolgsmessung der Prozesse, und zwar quantitativ (Wieviel  % der Projekte liefern wir in time?) oder qualitativ (Welche Note haben unsere Projekte in Kundenzufriedenheitsanalysen?).

  • Schritt 3: Ermittlung der Schwachstellen im Prozess und Definition von Gegenmaßnahmen  (Beispiel: Aktivität „Konzept erstellen“ hat häufig Lücken; Gegenmaßnahme: interne Abnahme durch Technik, die auf Ausnahmekonstellationen prüft).


In meiner langjährigen Praxis habe ich viele Charts gesehen, mit denen Agenturen ihre Produktionsprozesse beschreiben. Meistens werden sie Kunden als attraktive Schaubilder in Powerpoint präsentiert und zeigen dann einige Rollen (z.B. Projektmanager) sowie einige Projektphasen von Konzept bis Test und Betrieb und dazwischen einige Meilensteine, wie Abnahme des Konzepts und Übergabe des Prototypen. Um niemandem aus Deutschland zu nahe zu treten, nehme ich zur Illustration ein öffentlich zugängliches Beispiel aus dem deutschsprachigen Ausland:

Projektprozess aus einer Agentur-Präsentation


Ein solcher Ansatz ist brauchbar für die Kundensicht, aus der die Agentur wie eine „black box“ funktioniert, die an bestimmten Stellen im zeitlichen Ablauf bestimmte Outputs liefert und bestimmte Mitwirkungshandlungen als Input erwartet. Im Prozessmanagement spricht man hier von „Moments of Truth“, was Praktiker beider Seiten bestätigen werden ;-). Derartige Schaubilder helfen auch dem Kunden, die wesentlichen Rollen im Projektprozess zu verstehen, zumal auch die Bezeichnungen von „Projektmanager“ über „Berater“ und „Kontakter“ bis zum „Account Manager“ in der Branche variieren.

Ein solches Modell beantwortet die entscheidenden Fragen jedoch nicht:


  • Wer verantwortet welches Gewerk? („Wer“ im Sinne einer Rolle)

  • Unter welcher Bedingung ist ein Gewerk fertig?

  • Welche Schritte sind im Produktionsprozess einzuhalten, damit das vom Kunden gewünschte Ergebnis produziert wird? Was ist der nächste Schritt und wer steuert diesen?


Methodisch bietet sich hierfür die sog. „stellengesteuerte Prozesskette“ an.  Sie zeigt auf der einen Achse die beteiligten (Stellen-)Funktionen und auf der anderen Achse die Zeit. In das Diagramm sind Aktivitäten, Entscheidungen und Ergebnisse einzutragen. (Zwei im Prozessmanagement verbreitetere Diagramme sind die “erweiterte ereignisgesteuerte Prozesskette (eEPK)”  und das “Vorgangskettendiagramm”, beide sind m.E. jedoch weniger übersichtlich.)

Hier nun drei Beispiele für stellengesteuerte Prozessketten:

Prozess Produktion, vereinfachtDas vereinfachte “Einstiegsmodell“ für Produktionsprozesse


Anhand obigen Modells lässt sich gut veranschaulichen, wer wann welche Aktivitäten ausübt. Es muss erweitert werden um weitere Rollen (z.B. Trennung von Frontend-IT und Backend-IT), um weitere Aktivitäten (z.B. Masterdesign, Usability-Tests, Use Cases) und um Deliverables zum internen oder externen Kunden hin (z.B. Feinkonzept, Testkonzept, Finale Lieferung). Inhouse-Agenturen setzen ggf. noch die Rollen Produktmanagement und Business Development ein.

Projektprozess Produktion, BeispielEin reales Modell für Produktionsprozesse


Obiges Beispiel ist ein echter Prozess aus einem Beratungsprojekt, maßgeschneidert für eine bestimmte Online-Einheit.

Projektprozess VertriebEin realer Vertriebsprozess


Obiges Beispiel ist ein Vertriebsprozess aus der Praxis, der ebenfalls Schlüsselprozess ist. Man sieht in der Großansicht gut, wie dieser Vertriebsprozess bei Neugeschäft eng mit dem Produktionsprozess verschränkt ist: Die Prozess-Schritte wechseln zwischen Vertrieb und Projektmanagement.

Noch fünf Tipps zur Definition von Produktionsprozessen:


  1. Es gibt keine „richtigen“ Prozesse. Sie sind je nach Vorgehensmodell, Projektgattungen und wohl auch je nach Kultur unterschiedlich. Prozesse für Social-Media-Fanpages sehen anders aus als solche für Typo3-Projekte und diese unterscheiden sich von eCommerce-Projekten.

  2. Sehen Sie Prozesse nur als abstraktes Modell und lassen Sie sich von der Komplexität nicht erschrecken. Wie ein Modell konkret gelebt wird, kann sehr unterschiedlich sein. Die Bandbreite reicht von rigiden IT-Workflow-Lösungen, bei denen jeder Schritt abgehakt werden muss, bis zu einer simplen Excel-Taskliste, die wöchentlich besprochen wird.

  3. Achten Sie auf angemessene Granularität der Prozesse. Zu grob erfüllt den Zweck nicht, zu fein führt zu Overhead und Selbstverwaltung.

  4. Modellieren Sie Prozesse nie auf der grünen Wiese. Prozesse sind kein Selbstzweck. Analysieren Sie zuerst, wie Prozesse derzeit gelebt werden, denn jede Organisation hat implizit Prozesse. Formulieren Sie auf Basis der Analyse einen ersten Entwurf und verbessern Sie diesen Entwurf nach einer Erprobungszeit.

  5. Verwenden Sie viel Aufmerksamkeit auf die Einbeziehung des gesamten Teams. Dort ist einerseits wichtiges Knowhow verborgen, andererseits muss jedes Teammitglied die Prozesse auch verstehen und mit tragen, damit das Ganze funktioniert.


Buchempfehlungen: Stöger, Roman, Prozessmanagement (Malik-Schule, d.h. sprachlich perfekt und ohne Schnörkel – Musterformulare aus dem Buch zum Download hier); Schmelzer, Hermann /Sesselmann, Wolfgang,  Geschäftsprozessmanagement in der Praxis (vertiefendes Standardwerk).

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27. April 2010

Facebook - Ein Sonderfall im Ökosystem des Internets?

Gleichnamiger Artikel erscheint morgen auf carta.info.

Für diejenigen, die lieber ein pdf mit Links haben möchten, gibt es ihn vorab hier in diesem Blog:

20100427_Facebook_Oekologie_CKappes

Nachtrag 1. Mai: Ein Interview in der Sendung “Trackback” von FritzRadio gibt es hier.

Falls mich jemand zitieren möchte, würde ich mich freuen, wenn das nicht unter der Bezeichnung “Blogger”, “Jurist” oder mit ähnlichen Bezeichnungen geschähe, die beim Leser ein Vorverständnis meiner Rolle aktivieren, das nicht gerechtfertigt ist. Ich habe 20 Jahre Multimedia und Internet in vielen verschiedenen Rollen (als Unternehmer, Programmierer, Chefkonzepter, Coach und Berater) erlebt, das mit einem juristischen Hintergrund und dem Handwerkszeug an kaufmännischer Praxis, das man für die Unternehmensführung braucht.

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11. April 2010

Facebook: Ein Zwischenruf.

Nachtrag 11. April 2010: Der Artikel ist auf CARTA veröffentlicht und hat bisher knapp 3 000 Abrufe und rund 50 Retweets (danke dafür!). Wenn Sie kommentieren möchten, dann am besten dort.

Nachtrag 14. April 2010: Bei detektor.fm habe ich heute zwei Interviews gegeben, eines zu Facebook und eines zu Google. Beide sind als Einstieg gut geeignet. Anhören können Sie sie hier.

Die Diskussion um die Geschäftsbedingungen von Facebook hat in den letzten Tagen einen neuen Höhepunkt erreicht: Nachdem Ministerin Aigner einen „offenen Brief“ an Marc Zuckerberg auf Facebook veröffentlicht hat und Verbraucherschutzverbände vor Facebook warnen, findet sich nun auch ein überparteilicher Zusammenschluss von Politikern, die zu einer Mitgliedschaft in einer Facebook-Privatsphäre-Gruppe auffordern.

Dieses Vorgehen halte ich für falsch und, mehr noch, sogar für schädlich. Warum?

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9. April 2010

"Wir können Google beherrschen" (F.A.Z.)

Gestern, am 8. April, ist ein längerer Artikel von mir im Feuilleton der F.A.Z. erschienen.

Da hier im Blog offenbar viele danach suchen: Er ist bisher ausschließlich im Print erschienen und die digitale Version ist nur für Abonnenten zugänglich.

Sobald sich daran etwas ändert, twittere ich den UR-Locator ;-). Folgen Sie mir einfach auf Twitter.

Screenshot, illustrativ

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7. März 2010

Gedanken zu Google StreetView

Die Diskussion um Google StreetView nimmt kein Ende. Hier ein Versuch, das Thema zu strukturie­ren und zu bewerten.

A. Grundsatz

Es steht jedermann zu, im öffentlichen Raum Fotos anzufertigen. Dies gilt nicht nur für Privat­personen, sondern auch für Autoren und Verlage, die diese Fotos in Büchern und auf Web­sites verwerten. Ich sehe keinen Grund, Google, Bing und Landkartenhersteller anders zu behan­deln als Autoren und Verlage. Zwischen einem Bildband oder einer Website „Architektur der Friedrichstrasse“, vor einem halben Jahr werktags aufgenommen, und dem entsprechenden Ausschnitt von StreetView ist kein inhaltlicher Unterschied.

B. Aktuelle Detaildiskussion

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27. Februar 2010

Internetminister/in (Entwurf)

Angesichts der aktuellen Forderung des BITKOM-Präsidenten nach einem Internet-Staatsminister und der Tatsache, dass in der Tat einiges im politischen Raum im Argen liegt, habe ich eine Stellenanzeige für eine(n) Internet-Minister/in entworfen. Nicht einen Staatsminister, sondern einen Minister.

Mir ist bewusst, dass das Gebiet voller rechtlicher und politischer “Tellerminen” ist. Die Zuständigkeit im Verhältnis zu anderen Ministerien und Bundesbehörden zu regeln ist schwierig, da es sich im Grunde um eine Querschnittsfunktion handelt. Aber was für “Umwelt” nötig war, wird bald für “Internet” nötig sein – und da die Mühlen in Berlin langsam mahlen, heute schon diese Forderung. Der Leser nehme es bitte nur als Anregung für die Diskussion.

Hier die Stellenanzeige im Entwurf: Stellenanzeige Internetminister/-in (pdf).

Kommentare bitte hier. Sind grobe Schnitzer enthalten?

Nachtrag 28.2.2010: Die Stellenanzeige erscheint heute auf carta.

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17. Februar 2010

Wie gefährlich sind Google, Facebook & Co?

Unter dem Titel “Wettlauf der Datensammler – Wie gefährlich sind Google, Facebook und Co?” hat der SWR2 heute eine Diskussion veranstaltet, zu der ich als Experte eingeladen war.

Mehr über die Sendung sowie den Podcast bzw. die MP3-Datei hier.

Man sieht an dieser Diskussion meines Erachtens gut, wie schwierig es ist, dieses Thema einerseits sachlich zu behandeln, und andererseits mögliche Gefahren aufzuzeigen. Ich habe beides versucht und freue mich über Feedback.

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